Bundesgerichtshof verhandelt in Leitsache über Erstattung von Verlusten bei illegalen Online-Casino-Spielen
Bianca Fischer · Sep 21, 2026

Bundesgerichtshof verhandelt in Leitsache über Erstattung von Verlusten bei illegalen Online-Casino-Spielen

Am 17. September 2026 hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe eine mündliche Verhandlung in der Leitsache I ZR 216/25 gegen Tipico Games durchgeführt und dabei Ansprüche eines Spielers auf Rückerstattung von rund 10.092 Euro Verlusten aus illegalen Online-Casino-Spielen geprüft wobei die Spiele ohne erforderliche deutsche Lizenz angeboten wurden und sowohl vor als auch nach den Änderungen im Juli 2021 stattfanden während Experten das Verfahren als wegweisend für Hunderte ähnlicher Klagen betrachten und eine Entscheidung in den kommenden Monaten erwartet wird die Verträge möglicherweise wegen des früheren Totalverbots für nichtig erklärt.
Details zur Verhandlung und den klägerischen Forderungen
Das Verfahren dreht sich um Einsätze in Tischspielen wie Blackjack die über Plattformen von Tipico Games getätigt wurden und für die der Kläger nun Erstattung verlangt wobei Gerichtsunterlagen zeigen dass die Angebote ohne die nach dem Glücksspielstaatsvertrag notwendige Lizenz erfolgten und Beobachter darauf hinweisen dass das Gericht vorläufige Hinweise gegeben hat wonach die Verträge aufgrund des vorherigen vollständigen Verbots unwirksam sein könnten was zu einer potenziellen Rückzahlungspflicht führt während die genaue Höhe der Forderung auf dokumentierten Verlusten basiert und ähnliche Fälle in unteren Instanzen bereits zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt haben.
Hintergrund des Glücksspielstaatsvertrags und der regulatorischen Änderungen
Der Glücksspielstaatsvertrag von 2021 hat die Rahmenbedingungen für Online-Glücksspiele in Deutschland neu geregelt indem er Lizenzen für bestimmte Angebote ermöglicht hat doch vor diesem Datum bestand ein umfassendes Verbot das auch nach dem Stichtag im Juli 2021 für nicht lizenzierte Anbieter weiterhin relevant bleibt und Forscher in Gerichtsakten vermerken dass der BGH nun prüft ob Verträge aus dieser Zeit als nichtig gelten was direkte Auswirkungen auf Spieleransprüche hat während Daten aus vergleichbaren Verfahren zeigen dass Hunderte Klagen auf ähnliche Sachverhalte warten und die Entscheidung hier als Präzedenzfall dienen könnte.
Erwartete Auswirkungen auf weitere Verfahren
Da es sich um eine Leitsache handelt könnten die Ergebnisse der BGH-Entscheidung für zahlreiche parallele Klagen bindend werden wobei Anwälte und Gerichte in anderen Bundesländern die Begründung aufnehmen und Spieler in vergleichbaren Situationen mit Rückerstattungen rechnen können falls die Verträge für unwirksam erklärt werden und Statistiken aus dem Justizbereich deuten darauf hin dass bereits vor dieser Verhandlung mehrere Hundert Fälle anhängig waren die nun auf die höchstrichterliche Klärung warten während die Verhandlung selbst öffentlich zugängliche Hinweise lieferte die auf eine mögliche Bestätigung von Erstattungsansprüchen hindeuten.

Die BGH-Richter haben während der Verhandlung Fragen zu den Lizenzanforderungen und der Gültigkeit der Spielverträge gestellt und dabei auf die Unterschiede zwischen lizenzierten und nicht lizenzierten Angeboten verwiesen wobei die Parteien ihre Argumente zu den regulatorischen Übergangsfristen dargelegt haben und Beobachter notieren dass eine Entscheidung in den nächsten Monaten folgen soll die dann als Orientierung für Instanzgerichte dient und potenziell zu einheitlichen Urteilen in ähnlichen Streitigkeiten führt während das Verfahren auch Verweise auf europäische Rechtsprechung wie die EuGH-Entscheidung C-440/23 aus April 2026 einbezieht und damit den Rahmen für die nationale Auslegung erweitert.
Verfahrensablauf und beteiligte Parteien
Tipico Games als Beklagte hat in der Verhandlung die Position vertreten dass die Angebote im Einklang mit den damaligen Regelungen standen und die Klage daher abzuweisen sei während der Kläger auf die fehlende Lizenz und das daraus resultierende Verbot abstellte und das Gericht nun die rechtlichen Konsequenzen abwägt wobei die Verhandlung in der ersten Zivilsenat stattfand und die Akte I ZR 216/25 als Pilotverfahren dient um grundsätzliche Fragen zu klären und die Entscheidung dann auf weitere Fälle übertragen werden kann und Aktenmaterial zeigt dass die Verluste durch Spiele wie Blackjack und weitere Tischspiele entstanden sind die ohne deutsche Genehmigung angeboten wurden.
Conclusion
Die Verhandlung am 17. September 2026 markiert einen wichtigen Schritt in der Klärung von Rückerstattungsansprüchen bei illegalen Online-Glücksspielen und die bevorstehende BGH-Entscheidung wird voraussichtlich klare Leitlinien für die Praxis setzen wobei die möglichen Konsequenzen für Hunderte ähnlicher Verfahren bereits jetzt sichtbar werden und die rechtliche Bewertung der Verträge aus der Zeit vor und nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 im Mittelpunkt steht während weitere Entwicklungen in den kommenden Monaten erwartet werden und die Ergebnisse die Grundlage für einheitliche Entscheidungen in deutschen Gerichten bilden.